Edinburgh Castle
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Wie ein Wächter überragt Edinburgh Castle die schottische Hauptstadt und ihre Umgebung. Es bildet den Ausgangspunkt der Royal Mile, der berühmten Hauptstraße der Altstadt, wo sich Edinburghs wichtigste Sehenswürdigkeiten konzentrieren. Es zählt zu Schottlands bekanntesten historischen Stätten.
Edinburgh Castle entwickelte sich im Zuge der aufeinanderfolgenden Eroberungen durch die englischen Armeen, die die Befestigungsanlagen nach und nach veränderten. Im 14. Jahrhundert wurde es in eine königliche Residenz umgewandelt, ohne jedoch seine militärische Funktion vollständig zu verlieren: Es diente weiterhin als Artilleriedepot und Gefängnis. Jakob IV. ließ daraufhin Holyrood Palace errichten, das über die Royal Mile mit dem Schloss verbunden wurde und als seine Hauptresidenz dienen sollte.
Holyrood bot mehr Komfort und wurde zur offiziellen Residenz der schottischen Monarchen, während Edinburgh Castle seinen militärischen Platz in der Geschichte des Landes festigte. Im 16. Jahrhundert suchte Maria Stuart dort Zuflucht, bevor der Ort während der Langen Belagerung von der englischen Armee bombardiert wurde. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich das Gefängnis dann zu einem der gefürchtetsten Gefängnisse Großbritanniens und beherbergte Kriegsgefangene.